Ich kenne nichts auf der Welt, das eine solche Macht hat, wie das Wort.

Manchmal schreibe ich eines auf und sehe es an, bis es beginnt zu leuchten.

                                                                                                                                                                                                                           

 Emily Dickinson

Um was geht es in der Schreibwerkstatt?

 

 

Bei der Form von Schreibwerkstatt, die ich anbiete, geht es nicht um Handwerk und nicht um professionelles Schreiben mit literarischem Ansatz. Die einzige Voraussetzung ist Neugierde.

 

Es geht darum, der eigenen Phantasie, den Gefühlen, Ansichten oder Erkenntnissen, den Hoffnungen und dem Humor Raum zu geben. Verborgenes kann erkundet und ausgedrückt werden. Es ist wie ein Blättern im „inneren Buche“.

 

Jeder eigene, eigens geschaffene Text ist eine Botschaft an sich selbst und an andere. Diese Botschaft wahrzunehmen und ernst zu nehmen, überhaupt zu entdecken, ist vielleicht das Wichtigste.

 

Gemeinsam begeben sich Schreibende auf eine Art Entdeckungsreise. Man begegnet Erfrischendem, Frechem, Verspieltem, Kreativem und Unkonventionellem ebenso wie Poetischem, Biografischem und Nachdenklichem. Dabei entstehen Wortfetzen, Kurzgeschichten, Briefe, Märchen, Verse. Manchmal sogar Gedichte.

 

 

Methodik

 

In der Methodik halte ich mich an bewährte Ansätze. Ich verwende Übungen und Spiele mit sprachpädagogischem Hintergrund und stütze mich auf gestalttherapeutische Grundlagen der integrativen Poesie- und Bibliotherapie. Manchmal arbeite ich mit Imagination und verwende auch Bilder- und Textmaterial, die zur freien Assoziation anregen.

 

Am Schluss können die Texte – müssen aber nicht – einander vorgelesen werden. Dadurch erlebt sich jede(r) Schreibende als selbstbestimmend.  

 

Die Resonanz aus der Gruppe bietet die Möglichkeit, subjektiv festgelegte Glaubenssätze zu überprüfen, zu reflektieren und Neues auszuprobieren. 

 

 

 

Wichtiges

 

Es gibt kein Richtig oder Falsch! Wichtig ist das, was erzählt und aufgeschrieben werden will. Der Prozess des schriftlichen Ausdrucks steht im Vordergrund und nicht eine literarische Schreibweise.

 

Die Texte werden NICHT bewertet! Wenn ein Text vorgelesen wird, - was immer freiwillig geschieht –, wird er beachtet und gewürdigt.

 

 

Mögliche Ziele

 

Durch Interagieren in einer Schreibgruppe die zwischenmenschliche Kontaktaufnahme und die eigene schöpferische Kraft erfahren und testen.

 

Durch schriftlichen Ausdruck zu eigenen seelischen Ressourcen gelangen.

 

Hypothetische Lösungsansätze auf dem Papier sichtbar machen.

 

Handlungskompetenz  ermöglichen.

 

Vertrautes mit Unvertrautem verbinden lernen.

 

Erinnerung zulassen und Fragen klären.

 

Eigene Bedürfnisse, Wünsche, Möglichkeiten spüren und äussern d.h. Worte für eigenes Erleben finden.

 

Entschleunigung beim Schreiben erfahren.

 

Und nicht zuletzt:

 

Das Schreiben von Texten und Gedichten kann Freude bereiten.